Live Traffic für den MSFS – for free

Ein Manko am MSFS ist der Traffic, sowohl in Hinsicht auf zufallsverteilte Flugzeuge am Boden mit haarsträubenden Fehlern, als auch in der Luft mit reduziertem Aufkommen und seltsamen Zuordnungen von Flugzeugmodellen. Simple Traffic von Aerosoft, als auch AIG als Freeware  versuchen mit unterschiedlichen Ansätzen halbwegs realistischen Verkehr in den Simulatror zu bringen.

Lang erwartet wurde das Freeware-Tool FS Live Traffic Liveries, kurz FSLTL – und jetzt endlich released. Es schaufelt an die Tausend Liveries, hochqualitative Flugzeugmodelle mit Effekten (Lichtern, Hitzeflimmern, Kondensstreifen, Klappen, Rädern, Türen – interagierend mit den Ground Services) und realistischen Sounds in den MSFS. Nach dem Laden eines Flugs aktiviert man (am besten mit einem Button in der Taskleiste) den “Injector”, der sich bei Flightradar24 reale Flugdaten holt, optional mittels kostenlosem AIP-Key bei der Flightplandatabase realistische Flugpläne dazu, und zaubert dann kommerziellen und GA-Verkehr in Luft und Boden 200km um den Standort herum (aber nichts militärisches). Die FSLTL-Flieger funktionieren mit Vatsim! Die Nutzer sind überwiegend begeistert (hier auch und hier ebenso) wie lebendig der MSFS auf einmal wird und wie einfach die Installation ist im Vergleich zu AIG. Vereinzelte Performanceeinbrüche basieren wohl meist auf Fehlern bei den Einstellungen – man muss in den Optionen die MSFS-eigenen Flugzeuge auf null reduzieren, aber nicht den Traffic selbst, denn die FSLTL-Flugzeuge werden dann vom MSFS-ATC gemanagt. Man hört sie also kommunizieren und interagieren, sie erscheinen im TCAS. Wegen der Brüche im MS-eigenen ATC hat FSLTL einen Killbutton, mit der man stecken gebliebene oder umherirrende Flieger eliminiert, wenn FSLTL das nicht (nach einstellbarer Zeit) von selber schafft.

Installiert wird FSLTL ganz easy in zwei Schritten über den FlyByWire Installer. Um die Einstellungen und Möglichkeiten kennen zu lernen, gibt es hier ein richtig gutes Tutorial-Video:

Sicher wird es noch Ecken und Kanten geben, die noch abgeschliffen werden – ich finde zum Beispiel die Eingabe von Parametern beim Injektor per Tastaturkommando “very old school”, so was geht heute grafisch mit Slidern. Aber meckern geht gar nicht, denn in das mächtige Tool floss enorm Arbeit, Hingabe und Zeit – und die über 50 Beteiligten machen es der Community … zum Geschenk! WOW!
Joa iss heut denn scho Weihnacht?

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